Max Verstappen fühlt sich bestätigt. Nach Monaten der Kritik schießt der Weltmeister erneut gegen die Formel 1 und kontert auch frühere Kritiker.
Max Verstappen hat genug. Der viermalige Formel-1-Weltmeister kritisiert die aktuellen 2026er-Autos seit Monaten – und fühlt sich inzwischen bestätigt. Vor dem Großen Preis von Ungarn teilt der Red-Bull-Star erneut gegen das Reglement aus und kann sich dabei einen Seitenhieb gegen seine Kritiker, unter anderem Martin Brundle, nicht verkneifen.
Der frühere Formel-1-Pilot und Ex-Teamkollege von Michael Schumacher, der Anfang des Jahres noch gefordert hatte, Verstappen solle entweder aufhören zu klagen oder die Formel 1 verlassen, gehört inzwischen selbst zu den schärferen Kritikern der neuen Fahrzeuggeneration.
Nach dem Belgien-Wochenende sprach Brundle sogar davon, dass ihm beim Anblick der Autos in den schnellen Kurven „die Tränen in die Augen“ gekommen seien.

Verstappen fühlt sich bestätigt
Verstappen hatte bereits lange vor dem Saisonstart vor den Problemen der neuen Antriebsgeneration gewarnt. Nach den jüngsten Rennen sieht er seine Prognosen bestätigt.
„Ich habe meine Meinung zu diesem Reglement schon vor langer Zeit gesagt. Am Anfang hieß es nur: ‚Er beschwert sich wieder, er soll den Mund halten.‘ Aber in den letzten Rennen sehen immer mehr Leute genau das, was ich schon lange kommen sah.“
Dem Niederländer gehe es dabei nach eigener Aussage nicht um seine sportliche Situation. „Es geht nicht darum, dass ich nicht mehr gewinne. Es geht mir um das Produkt.“
„Es ist schon schwer genug, die Autos zu fahren“
Besonders frustriert ist Verstappen darüber, dass er die gleichen Kritikpunkte immer wieder wiederholen müsse. „Ich habe das schon so oft gesagt. Irgendwann reicht es auch. Aber die Leute fragen immer wieder danach und dann gefällt ihnen die Antwort vielleicht nicht.“

Vor allem das Energiemanagement sorgt beim Red-Bull-Piloten für Unverständnis. „Manche sagen: ‚Das war doch ein tolles Rennen.‘ Aber ich sage: So, wie wir fahren, ist das nicht realistisch. Auf manchen Strecken fährt man mit für Formel-1-Verhältnisse sehr wenig Leistung. Das ist schon schmerzhaft.“
Sein deutlichstes Fazit fällt am Ende aus: „Ich habe es langsam satt, mich ständig zu wiederholen. Es ist schon schwer genug, die Autos überhaupt zu fahren.“
Kritik wächst immer weiter
Nach dem Belgien-GP melden sich inzwischen immer mehr Fahrer und Experten mit ähnlichen Bedenken zu Wort. Die Kritik richtet sich vor allem gegen den hohen Anteil elektrischer Energie, der auf einigen Strecken zu deutlichen Leistungseinbrüchen führt.
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Die Formel 1 und die FIA haben bereits reagiert und angekündigt, den Anteil der Verbrennerleistung in den kommenden Jahren schrittweise wieder zu erhöhen. Ob das die Probleme nachhaltig löst, bleibt allerdings offen.
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