Formel 1

Hat sich Aston Martin wegen Verstappen für Honda entschieden?

Max Verstappen, Fernando Alonso: Credit: Red Bull Content Pool / Aston Martin
Max Verstappen, Fernando Alonso: Credit: Red Bull Content Pool / Aston Martin
Alex Warneke
Alex Warneke

Hat Max Verstappen Honda besser aussehen lassen und Aston Martins Motoren-Entscheidung für 2026 damit beeinflusst?

Bei Aston Martin brennt weiter der Baum. Dabei steht auch die Motorentscheidung im Fokus. Wieso wechselte die Mannschaft von Lawrence Stroll überhaupt von Mercedes zu Honda? Hat sich das Team am Ende sogar von Max Verstappen blenden lassen? Denn laut Ralf Schumacher könnte die wahre Leistungsfähigkeit des Honda-Antriebs lange falsch eingeschätzt worden sein.

Der Grund: Verstappen selbst. „Honda war im letzten Jahr, so hatte ich das jetzt auch mitbekommen, schon nicht mehr gut genug. Deshalb ist Max auch meistens mit den kleinen Flügeln gefahren, um das zu kompensieren. Er konnte das vom Talent her, die anderen eher nicht“, sagt Schumacher im Gespräch mit F1-Insider.com. Heißt im Klartext: Der Motor wirkte auf erstem Blick stärker, als er tatsächlich war.

Fernando Alonso, Credit: Aston Martin
Fernando Alonso, Credit: Aston Martin

Hat man sich also vom Verstappen-Effekt täuschen lassen? Schumacher zweifelt zumindest am Vorgehen der Teamführung, die unter anderem bei einem Honda-Besuch in Japan sichtlich vom neuen Personal überrascht war.

„Es ein bisschen enttäuschend, dass man sich nicht vergewissert hat, wer denn überhaupt diesen Motor baut, bevor man den Vertrag unterschrieben hat. Da kann man jetzt wieder sagen: Wenn jemand aus der Modebranche ein Formel-1-Team leitet, der wird dann auch nicht alles wissen.“

Viele Personalwechsel bei Aston Martin

Eine Spitze in Richtung des Teambesitzers Lawrence Stroll. Der Milliardär steht ohnehin in der Kritik. „Vielleicht ist es auch ein bisschen viel für ihn gewesen, oder er hat sich nicht auf seine Berater verlassen“, so Schumacher.

Allerdings sieht der ehemalige GP-Sieger nicht nur die Motorenwahl kritisch. „In der Formel 1 ist natürlich die Beständigkeit das Wichtige.“ Das Problem: Bei Aston Martin fehlt genau diese Konstanz. Ständig wechselndes Personal, viele große Namen, aber kein stabiles Fundament. „Das ist natürlich Kryptonit für den Erfolg in der Formel 1.

Ralf Schumacher. Credit: Gruppe C Photography / ADAC
Ralf Schumacher. Credit: Gruppe C Photography / ADAC

Die sportliche Realität passt ins Bild. Fernando Alonso bringt den Wagen in Suzuka zwar erstmals ins Ziel, doch Aston Martin ist das langsamste Team im Feld. Teamkollege Lance Stroll fällt hingegen wieder aus, dieses Mal aufgrund von Problemen mit dem Wasserdruck. „Fernando und ich tragen gerade eine eigene kleine Aston Martin-Meisterschaft aus“, gibt er mit Galgenhumor nach dem Rennen zu.

Während vorne Kimi Antonelli Geschichte schreibt und die Formel 1 aufmischt, kämpft Aston Martin mit sich selbst. Mit Technik, Struktur und möglicherweise einer folgenschweren Entscheidung.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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