Formel 1

Kämpft Ferrari noch um die WM mit? Teamchef-Aussagen lassen tief blicken

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Japan 2026
Charles Leclerc. Credit: Clive Mason/Getty Images
Alex Warneke
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Ferrari-Teamchef Fred Vassuer erwartet ein intensives Entwicklungsrennen in den freien Wochen bis zum Rennen in Miami.

Mercedes hat die ersten drei Rennen gewonnen, dabei zwei Doppelsiege eingetütet. Der Vorsprung auf den WM-Dritten Charles Leclerc beträgt 23 Punkte. Wird es ein reiner WM-Kampf zwischen George Russell und Andrea Kimi Antonelli? Darauf deuten die aktuellen Resultate hin, allerdings konnte die Konkurrenz in Suzuka mehr Paroli bieten.

Dazu kommt: In den kommenden sieben Wochen findet lediglich ein Rennen statt, bis zum nächsten Grand Prix in Miami vergehen fünf Wochen. Viel Zeit, die ersten Rennen genau zu analysieren und das Auto weiterzuentwickeln. Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur sagt sogar: „In Miami beginnt andere WM.“

Lewis Hamilton, Fred Vasseur, Charles Leclerc, Credit: Ferrari
Lewis Hamilton, Fred Vasseur, Charles Leclerc, Credit: Ferrari

Was er damit meint: „Alle werden Neuerungen nach Miami bringen, die Motorenhersteller werden Zeit haben, an Software-Updates zu arbeiten. Dort wird eine neue Meisterschaft starten.“

Kommt Ferrari dank neuer Entwicklungsregel an Mercedes ran?

Kritisch sieht der Franzose vor allem den Samstag: „Im Qualifying hat Mercedes einen Vorsprung von fünf bis sieben Zehntelsekunden, während im Rennen dieser Vorteil offensichtlich geringer ist.“ Im Renntrimm kann Ferrari besser mithalten, vor allem dank der guten Starts im Vergleich zu Mercedes.

„Aber wir werden nicht die Einzigen sein, die zwischen Japan und Miami hart arbeiten. Alle Teams im Feld geben alles, um sich zu verbessern, und es wird für alle einen Schritt nach vorne geben. Wir müssen diesen Monat an jedem Thema arbeiten.“

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Japan 2026
Charles Leclerc. Credit: Peter Fox/Getty Images

Vor allem die Geraden bereiten Sorgen. Ferrari fehlt Top-Speed und Effizienz. Gleichzeitig muss man auf Entwicklungsspielräume beim Motor hoffen. Stichwort ADUO (Additional Developement and Upgrade Opportunities): Nur wer deutlich hinterherhinkt, darf überhaupt nachlegen.

Was ist ADUO?

Nach jedem Saisonviertel dürfen Teams mit einem Mindestleistungsdefizit von zwei Prozent gegenüber dem Klassenprimus Updates bringen. Dabei wird lediglich die Leistung des Verbrennungsmotors als Referenz genommen. Wer ein Leistungsdefizit von zwei bis vier Prozent (etwa 20 bis 40 PS) hat, darf ein sofortiges Upgrade für seine Power Unit einführen und ein weiteres für 2027 planen.

Wer mehr als 40 PS zurückliegt, darf zwei neue Upgrades installieren und zwei weitere für 2027 vorbereiten. Das System könnte die Spannung also tatsächlich noch einmal erhöhen. Denn Mercedes darf als Powerkönig der Formel 1 lediglich Motorneuerungen bringen, die der Zuverlässigkeit und Sicherheit dienen.

Nicht zu vergessen: Ab Juni werden auch noch die Messmethoden der FIA geändert, die eine Nutzung des Verdichtungstricks von Mercedes, der etwa 15 PS bringen soll, verhindern.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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