Formel 1

V8-Rückkehr in der Formel 1? Jetzt spricht der Audi-Boss

Formel 1 Nico Hülkenberg Audi Monaco 2026
Nico Hülkenberg. Credit: Audi
Alex Warneke
Alex Warneke

Kommt der V8-Motor zurück? Audi bezieht jetzt erstmals klar Stellung zu den Formel-1-Plänen nach 2030.

Die Diskussion um die Zukunft der Formel-1-Motoren nimmt immer mehr Fahrt auf. Während FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem und Formel-1-Boss Stefano Domenicali zuletzt offen über eine mögliche Rückkehr der V8-Motoren sprachen, hat sich nun auch Audi erstmals klar positioniert.

Audi-Chef Gernot Döllner macht bei der Präsentation des neuen Supersportlers Audi Nuvolari deutlich, dass die Marke mit den vier Ringen einer Rückkehr der V8-Aggregate grundsätzlich offen gegenübersteht. „Ja, warum sollten wir das nicht akzeptieren? Wir haben kein Problem mit V8-Motoren“, erklärt Döllner.

Formel 1 Audi Nuvolari Monaco 2026
Audi Nuvolari. Credit: Audi

Für Audi sei die reine Zylinderzahl allerdings nicht die entscheidende Frage. „Man kann nicht nur einen einzelnen Punkt aus dem Reglement herausgreifen. Man muss das Gesamtbild betrachten.“

Audi: Turbo wichtiger als die Zylinderzahl

Viel wichtiger als ein V8 oder V6 sei für Audi ein anderer Aspekt. „Aus Audi-Sicht ist ein Turbomotor deutlich wichtiger als die Frage nach der Anzahl der Zylinder“, betont Döllner. Der Grund: Effizienz. „Wir bevorzugen Turbomotoren wegen ihrer Effizienz. Das ist für uns wichtiger als die Zylinderzahl.“

Audi war ursprünglich mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und Elektrifizierung in die Formel 1 eingestiegen. Deshalb galt die Marke lange als möglicher Gegner einer V8-Rückkehr.

Doch Döllner stellt klar, dass sich die Diskussion nicht nur um Elektroleistung oder Zylinder drehen darf. „Das Wichtigste für Audi ist, dass Nachhaltigkeit und Energieeffizienz weiterhin zentrale Säulen der Formel-1-Regeln bleiben.“

Formel 1 folgt dem Trend der Autoindustrie

Interessant: Audi sieht die aktuelle Entwicklung in der Formel 1 als Spiegelbild der gesamten Automobilbranche. Während vor einigen Jahren noch viele Hersteller komplett auf Elektroantriebe setzen wollten, hat sich dieser Kurs inzwischen verändert.

Formel 1 Nico Hülkenberg Audi Nuvolari Monaco 2026
Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto vor dem neuen Audi Nuvolari. Credit: Audi

„Es gab einen weltweiten Trend zur Elektrifizierung. Jetzt erleben wir eine gewisse Gegenbewegung“, erklärt Döllner.

Auch Audi selbst habe seine ursprünglichen Pläne angepasst. „Früher wollten wir bis 2032 komplett elektrisch werden. Heute verfolgen wir einen flexibleren Ansatz.“

Hoffnung auf spektakuläreren Sound

Für viele Fans dürfte die Aussage des Audi-Bosses ein positives Signal sein. Eine mögliche Rückkehr der V8-Motoren gilt als Hoffnungsträger für lautere Motoren und mehr Emotionen in der Formel 1.

Noch gibt es keine endgültige Entscheidung. Die aktuellen Motorenregeln treten erst 2026 in Kraft und laufen offiziell bis 2030. Hinter den Kulissen laufen die Gespräche über die Zeit danach jedoch bereits auf Hochtouren.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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