Audi überrascht beim ersten Training der Saison: Hülkenberg und Bortoleto fahren direkt in die Top 10. Fahrer sprechen trotz kleiner Probleme von einem „positiven Start“.
Der Einstieg von Audi in die Formel 1 ist geglückt. Beim ersten Training zum Großen Preis von Australien in Melbourne schafften es beide Fahrer des neuen Werksteams direkt in die Top 10. Nico Hülkenberg zog nach dem Auftakt ein positives Fazit. „Insgesamt war es ein anständiger erster Freitag der Saison“, sagte der Deutsche. Das Team habe viele Runden absolviert und wertvolle Daten gesammelt. Gerade zum Start eines Rennwochenendes sei das besonders wichtig.
Im zweiten Training landete Hülkenberg auf Rang zwölf: „Es lief größtenteils sauber. Es gab ein paar kleine Probleme, die wir noch bereinigen müssen, aber das gehört zum Prozess.“ Auch Teamkollege Gabriel Bortoleto sprach von einem gelungenen Auftakt.
Der Brasilianer landete im zweiten Training auf Rang 14, betonte aber, dass die Ergebnisse noch keine große Rolle spielen.„Es war insgesamt ein positiver Tag. Das erste Training lief sehr sauber, im zweiten hatten wir ein paar Schwierigkeiten. Aber ehrlich gesagt sieht es gar nicht so schlecht aus.“

Audi arbeitet noch am Energiemanagement
Vor allem die Daten aus den Trainings seien wichtig, um das neue Auto besser zu verstehen. „Es gibt noch viele Grundlagen, die wir verbessern müssen“, sagte Bortoleto. „Dieses Verständnis kommt nur mit Zeit und Daten.“
Eine der größten Herausforderungen für Audi ist aktuell der Einsatz der elektrischen Energie im neuen Hybrid-System. Laut Bortoleto gibt es hier noch kleinere Schwierigkeiten. „Wir haben ein paar Probleme beim Energieeinsatz. Aber das sind Dinge, an denen unsere Motoren-Ingenieure arbeiten.“
Kampf um die Punkte?
Von den Experten wird Audi derzeit im Mittelfeld eingeordnet. F1-Insider Ralf Bach sieht das Team im Kampf um die letzten Punkteplätze. „Audi und die Racing Bulls dürften hinter den vier Top-Teams um die letzten Punkteränge kämpfen. Rein von der Performance kann man schon sagen: ein solider Einstand.“
Der Rückstand auf die Spitze bleibt allerdings deutlich. Im ersten Training fehlten Hülkenberg rund 1,7 Sekunden auf die Bestzeit von McLaren-Pilot Oscar Piastri. Trotzdem zeigt der erste Trainingstag: Audi scheint schneller konkurrenzfähig zu sein als viele Beobachter vor dem Saisonstart erwartet hatten.
Allerdings straucheln derzeit mit Aston Martin, Williams und Alpine auch einige Mitbewerber, die in dieser Region zu erwarten waren. Daher gilt für die vier Ringe, diese Phase so gut wie möglich auszunutzen.
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