Formel 1

Fans rasten aus, weil die Formel 1 dieses Detail nicht zeigt

George Russell, Mercedes, Formel 1, Credit: Mercedes
George Russell, Mercedes, Formel 1, Credit: Mercedes
Alex Warneke
Alex Warneke

Fans werfen der Formel 1 Manipulation vor: In einer Onboard-Szene von George Russell friert plötzlich die Telemetrie ein, genau beim Geschwindigkeitsverlust.

Eine Szene aus dem Sprint-Qualifying in China sorgt derzeit für heftige Diskussionen unter Fans der Formel 1. Der Grund: In einer Onboard-Aufnahme von George Russell scheint ein entscheidendes Telemetrie-Detail plötzlich zu verschwinden.

Die Szene zeigt den Mercedes-Piloten auf einer schnellen Runde in Shanghai. Auf der langen Geraden beschleunigt Russell zunächst bis auf 335 km/h. Doch kurz darauf sind die letzten Reserven der Batterie aufgebraucht. Die elektrische Zusatzleistung fällt weg, was zu Geschwindigkeitsverlusten führt.

Auf der Telemetrie-Grafik passiert jedoch etwas Merkwürdiges. Die angezeigte Geschwindigkeit fällt zunächst auf 325 km/h und bleibt dort bis zum Bremspunkt stehen. Auf den Bildern ist allerdings klar zu erkennen, dass Russells Auto auf der zweiten Hälfte der Geraden weiter langsamer wird.

Formel 1: Fans wittern Manipulation

Unter dem offiziellen YouTube-Video mit den Sprint-Qualifying-Highlights der Formel 1 brach daraufhin eine hitzige Diskussion aus. Viele Fans glauben, dass die Telemetrie absichtlich eingefroren wurde, um den drastischen Geschwindigkeitsverlust durch das sogenannte Super-Clipping zu kaschieren.

Formel 1 George Russell Mercedes China 2026
George Russell. Credit: Rudy Carezzevoli/Getty Images

Ein Zuschauer schreibt: „Sie frieren die Onboard-Telemetrie genau an dem Punkt ein, an dem das Clipping beginnt, damit wir nicht sehen, wie stark die Geschwindigkeit fällt, gut gemacht!“

Ein anderer Nutzer wird noch deutlicher: „Meint ihr das ernst, F1? Die km/h-Anzeige einfrieren, bevor das Clipping beginnt? Glaubt ihr wirklich, wir merken nicht, dass das Auto von 325 auf 250 km/h fällt? Versucht ihr aktiv, das Publikum zu täuschen?“

Auch dieser Kommentar wird tausendfach geliked: „Sie verstecken die Geschwindigkeitsverluste, wenn die Batterie leer ist, indem sie die Telemetrie einfrieren. Beschämend. Lächerliches Verhalten.“ Viele Fans fühlen sich durch die Darstellung regelrecht aufs Korn genommen.

Telemetrie wohl eingefroren, aber keine Täuschung

Allerdings handelt es sich sehr wahrscheinlich um keine Manipulation. F1-Insider hatte die Geschwindigkeiten während des Sprint-Qualifyings genau im Blick. Und auch in den offiziellen Daten war „das Einfrieren“ der 325 km/h zu sehen. Bei mehreren Fahrern gab es da ein Problem.

Das spricht dafür, dass es sich um einen Übertragungsfehler gehandelt haben könnte. Denn bei anderen Fahrern wie Charles Leclerc oder Lewis Hamilton waren die typischen Geschwindigkeitsverluste durch die leere Batterie auf derselben Geraden klar einsehbar. So fiel der Monegasse beispielsweise in der gleichen Passage bei seinem zweiten Anlauf in SQ3 von 320 auf etwa 290 km/h zurück, bevor er vom Gas auf die Bremse wechselte.

Der Vorfall zeigt aber trotzdem ein Problem des aktuellen Reglements: Wenn Autos bei Vollgas plötzlich deutlich langsamer werden, sorgt das nicht nur für Diskussionen unter Fahrern, sondern längst auch bei den Fans. Und der insgesamt verschleiernde Umgang mit den Schattenseiten des Reglements im TV (wenige Telemetriedaten, Umschalten der Szene an unattraktiven Stellen des Batteriemanagements) machen die Situation keinesfalls besser.

Mehr noch: Auf X (ehemals Twitter) monieren Fans, dass die Formel 1 sämtliche kritische Kommentare von ihren Plattformen löscht. Nach Ansicht dieser Anhänger der Königsklasse wird der Fan nicht nur mehr getäuscht, sondern auch mundtot gemacht.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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