Formel 1

Formel-1-Fans wüten nach erstem Qualifying der Saison

Formel 1 Australien 2026 George Russell Mercedes
George Russell, Australien GP, Melbourne, 2026, Credit: Mercedes

Nach Russells Pole in Melbourne reden die Fans nicht über die Leistung, sondern über Super Clipping, Batteriemanagement und die neue Formel 1.

Alex Warneke
Alex Warneke

Eigentlich hätte die erste Pole-Runde der neuen Formel-1-Ära im Mittelpunkt stehen sollen. George Russell dominierte das Qualifying in Melbourne, doch statt über die Leistung des Mercedes-Piloten zu sprechen, diskutieren Fans weltweit über etwas anderes: das neue Reglement.

Unter der von der Formel 1 veröffentlichten Onboard-Runde hagelt es Kritik. Viele Zuschauer sind irritiert darüber, wie sich die Autos auf den Geraden und vor den Kurven verhalten. „Das ist ja offiziell eine Abkühlrunde und keine Pole-Runde“, schreibt ein Fan sarkastisch. Eine andere Stimme wundert sich: „Wenn man früher jemandem gesagt hätte, dass Formel-1-Fahrer auf der Geraden nicht mehr Vollgas fahren können, hätte das keiner geglaubt.“

Formel 1: Super Clipping im Kreuzfeuer

Besonders das sogenannte Super Clipping steht im Fokus der Kritik. Dabei verlieren die Autos trotz Durchtreten des Gaspedals am Ende der Geraden massiv Leistung, weil die Batterie für den nächsten Streckenabschnitt aufgeladen werden muss. „Dieses Clipping ist einfach traurig anzusehen“, kommentiert ein Nutzer. Ein anderer bringt es noch deutlicher auf den Punkt: „Formel 1 ist jetzt offiziell ein Sport des Batteriemanagements.“

Formel 1 Australien 2026 George Russell Mercedes
George Russell. Credit: Mercedes

Oder auch: „Willkommen in der Formel 1, der Königsklasse des Motorsports, wo Fahrer runterschalten müssen, wenn sie voll auf dem Gas stehen.“

Ähnliche Reaktionen gibt es auch unter den Fans von F1-Insider.com. Viele langjährige Zuschauer zeigen sich frustriert über die Entwicklung der Königsklasse. Ein Fan schreibt: „Für mich ist das keine F1. Hier müssen sich Mensch und Maschine am absoluten Limit bewegen. Wenn das so bleibt, höre ich nach 55 Jahren endgültig auf.“

Ein anderer kommentiert: „In Vollgasabschnitten Leistungsverlust, um den Akku aufzuladen, das hat nichts mehr mit Formel 1 zu tun.“ Auch der deutliche Geschwindigkeitsverlust sorgt für Unverständnis. „Letztes Jahr kamen sie mit über 330 km/h an. Jetzt fallen sie vor der Kurve auf 260 oder 270 km/h zurück. Grauenhaft.“

Weniger Batterieleistung in einer Rennrunde

Manche Fans gehen sogar noch weiter: „Das hat, außer mit dem Namen, nichts mehr mit Formel 1 zu tun.“ Einzelne Anhänger mahnen derweil zur Geduld. „Ich finde es erstmal gut und hoffe auf mehr Spannung. Die ersten Rennen werden zeigen, wohin die Reise geht.“

Im Rennen dürften die Onboard-Aufnahmen nicht unbedingt spektakulärer werden. Denn: Im Qualifying sparen die Fahrer noch auf der Outlap Energie, starten ihre schnelle Runde mit nahezu vollgeladener Batterie und können so fast 12,5 MJ einsetzen. In einer klassischen Rennrunde hingegen dürfen sie nur 8,5 MJ rekuperieren und wieder abrufen. Heißt: weniger Leistung und etwa zwölf Sekunden Vollgas weniger als in einer Qualirunde. Das ist noch weniger Fahren am Limit…

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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