Ferrari setzt in China den „Macarena-Heckflügel“ ein, der bei den Wintertests für Aufsehen sorgte. Die Komponente wurde bereits montiert.
Tanzt das Heck der roten Göttin in China etwa Macarena?
Ferrari sorgt beim kommenden Formel-1-Wochenende in Shanghai mit einem spannenden Technik-Gimmick für Aufmerksamkeit: Es handelt sich dabei um den 180-Grad-Klappflügel, der bereits bei den Tests zum Einsatz kam und beim Saisonstart in Australien im Arsenal der Scuderia fehlte. Laut mehreren italienischen Medien haben die Italiener den speziellen Heckflügel nun nach China gebracht. Mittlerweile ist klar: Der revolutionäre Wing ist montiert und bereit zur Probefahrt.
Die Komponente trägt intern den ungewöhnlichen Spitznamen „Macarena-Flügel“, eine Bezeichnung, die Ferrari-Teamchef Fred Vasseur selbst geprägt haben soll. Während der Wintertests hatte Lewis Hamilton den experimentellen Flügel, der um 180 Grad um seine eigene Achse rotiert, bereits auf dem SF-26 ausprobiert. Damals kam das Bauteil allerdings nur für wenige Runden zum Einsatz.
Bewegliches Flügelelement sorgt für Interesse
Das Besondere an der Konstruktion ist das bewegliche Element im Heckflügel, mit dem die aktive Aerodynamik an Kurven und Geraden angepasst wird. Das oberste Element kann sich dabei kurzzeitig in eine Position drehen, die nahezu senkrecht zum Luftstrom steht, bevor es wieder in seine normale Stellung zurückkehrt.
Experten gehen davon aus, dass dieser Effekt den Luftwiderstand noch stärker senken kann als die klassischen Lösungen der Konkurrenz. Hintergrund: Das obere Element steht im Wind wie ein Flugzeugflügel und bietet damit extrem wenig Angriffsfläche. Gut möglich, dass Ferrari es mit der Variante geschafft hat, innerhalb des engen Regelwerks kleine aerodynamische Vorteile zu erzielen.
Debüt schon beim China-GP?
Viel Zeit zum Testen hat Ferrari allerdings nicht. Der Große Preis von China wird im Sprint-Format ausgetragen. Teams haben daher nur ein einziges Training, bevor bereits die ersten wichtigen Sessions beginnen. Eine neue aerodynamische Lösung unter diesen Bedingungen zu testen, wäre ein mutiger Schritt.

Ferrari reist mit Rückenwind nach Shanghai
Ferrari geht insgesamt mit viel Selbstvertrauen in das zweite Wochenende des Jahres. Beim Saisonauftakt in Melbourne zeigte der SF-26 eine vielversprechende Rennpace. Charles Leclerc stand am Ende auf dem Podium, Lewis Hamilton kämpfte ebenfalls lange im Spitzenfeld.
Besonders der starke Start der beiden Ferrari-Piloten in Australien könnte auf der technisch anspruchsvollen Strecke vor den Toren Shanghais ein Vorteil sein. Und sollte der neue Heckflügel tatsächlich zum Einsatz kommen, könnte das China-Wochenende damit nicht nur sportlich, sondern auch technisch eines der spannendsten der frühen Saison werden.
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