Großangriff der Konkurrenz! Während Ferrari und McLaren in Miami massiv nachlegen, kommt Mercedes fast ohne Updates und wird dadurch plötzlich verwundbar.
Der Formel-1-Zirkus startet in Miami zum vierten Rennen in eine entscheidende Phase der Saison. In Florida rollt die erste große Upgrade-Welle an. Und die trifft vor allem einen: Mercedes.
Ferrari und McLaren greifen an
Fest steht: Die Konkurrenz gibt auch in den Fabriken daheim Vollgas. Ferrari bringt ein umfangreiches Aero-Update, bei dem laut Teamangaben rund die Hälfte der Bauteile überarbeitet wurde. Ein neuer Frontflügel, ein revidierter Unterboden und mehr Top-Speed durch den bereits bei Testfahrten eingesetzten Macarena-Heckflügel sowie Fortschritte beim Gewicht sollen die Scuderia in Schlagdistanz zu Mercedes bringen.
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Auch McLaren rüstet auf. Beim Papaya-Renner wird praktisch die komplette Außenhaut neu gestaltet. Der Großteil des Pakets kommt schon in Miami, der Rest folgt in Montreal.
Mercedes hält sich zurück, Antonelli warnt
WM-Spitzenreiter Mercedes fährt derweil eine andere Strategie. Große Updates gibt es erst später, in Miami müssen sich die Silberpfeile mit Detailverbesserungen begnügen.
„Wir haben hier praktisch gar nichts Neues“, räumt WM-Leader Kimi Antonelli ein. „Nur kleine Sachen, während die anderen große Pakete bringen.“
Der junge Mercedes-Star rechnet fest damit, dass die Konkurrenz deshalb aufholt. „Mal abwarten, wie das für uns läuft. Ich bin mir sicher, dass die anderen näher kommen. Wir müssen wohl deutlich mehr kämpfen dieses Wochenende.“
Sprint-Wochenende als Risiko
Allerdings hat Mercedes einen Trumpf in der Hand. Ausgerechnet in Miami wird der nächste Sprint ausgefahren. Heikel dabei für die Konkurrenz mit ihren Updates: Das Sprint-Format lässt kaum Zeit für Abstimmungsarbeit. Nur ein freies Training – dann zählt’s.

Gerade bei so großen Update-Paketen kann das zum Problem werden. Wer sein Auto nicht schnell ins richtige Fenster bekommt, verliert wertvolle Zeit.
McLaren bleibt vorsichtig
Vielleicht auch deshalb halten sich die beiden Teams verbal noch zurück. McLaren-Star Oscar Piastri konstatiert: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es wird nicht genug sein, um Mercedes an diesem Wochenende herauszufordern.“
Ferrari-Pilot Charles Leclerc fährt verbal dieselbe Strategie: „Ich bezweifle, dass sich das Kräfteverhältnis grundlegend verändern wird. Mercedes war zu weit voraus, als dass wir sie allein mit unserem aktuellen Paket einholen könnten.“
Fazit
Mercedes reist als Favorit nach Miami, aber ohne große Updates. Ferrari und McLaren setzen dagegen alles auf eine Karte. Kann Miami die Kräfteverhältnisse neu ordnen?
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