Ferrari-Duell in China sorgt für Kritik: Weltmeister Jacques Villeneuve findet Charles Leclerc im Kampf mit Lewis Hamilton „fast über der Grenze“.
Der teaminterne Zweikampf bei Ferrari im Sprint von China sorgt für Diskussionen. Während George Russell den nächsten Sieg für Mercedes einfuhr, lieferten sich Charles Leclerc und Lewis Hamilton dahinter ein hartes Duell um Platz zwei. Am Ende landete Leclerc vor seinem Teamkollegen auf Rang zwei, Hamilton wurde Dritter. Doch die Art und Weise, wie der Monegasse den Briten verteidigte, stößt nicht überall auf Zustimmung.
Besonders deutlich wird Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve. Der Champion von 1997 findet, dass Leclerc in einigen Situationen zu weit gegangen ist. „Charles hat sehr gepusht. Lewis hatte am Anfang wirklich gute Pace und war natürlich aggressiv, weil man in Führung das Rennen ein bisschen kontrollieren kann“, erklärte Villeneuve bei Sky.

„Charles hat ihn teilweise von der Strecke gedrückt“
Der entscheidende Moment folgte, als Leclerc Hamilton in Runde acht in Kurve 1 überholte. Der Brite kämpfte zu diesem Zeitpunkt bereits mit Graining an den Reifen, nachdem er sich zuvor mehrere Runden mit Russell um die Führung duellierte.
Auch danach blieb das Ferrari-Duell intensiv. Laut Villeneuve ging Leclerc bei der Verteidigung seiner Position allerdings sehr weit. „Ich fand Charles sehr aggressiv in seiner Verteidigung gegen Lewis. Das war ein bisschen über der Grenze, würde ich sagen.“
Der Kanadier betont dabei, dass Hamilton aus seiner Sicht fair gefahren sei. „Lewis hat ihn nicht unfair attackiert, das war sehr sauber. Aber Charles hat ihn teilweise von der Strecke gedrückt, und das war schon ziemlich hart.“
Ferrari sorgt für das Highlight des Sprints
Der Zweikampf der beiden Ferrari-Piloten war der spektakulärste Moment des China-Sprints. Mehrfach wurde es in der engen Schneckenkurve brenzlig, zeitweise sah es sogar so aus, als könnten sich die beiden roten Autos gegenseitig ins Rennen fahren.
Am Ende blieb es jedoch beim teaminternen Duell ohne Kontakt. Hinter Sieger George Russell überquerte Leclerc die Ziellinie auf Rang zwei, Hamilton folgte direkt dahinter auf Platz drei.
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